das
heute war wieder ein grandioser Auftritt... Ich hab einfach das
Bedürfnis, das ein bisschen zu erklären. Tränenströme und eine Stimmung
bei mir als ob die Welt unterginge. Ich weiß, dass sie nicht untergeht
und auch dann nicht, wenn ich bei Anatomie durchfalle. Und vielleicht
klingt es auch ein bisschen unglaubwürdig, wenn ich sag, dass es mir
eigentlich gar nicht so wichtig ist. Oder eher ich möchte nicht, dass es
mir so wichtig ist.
Was
im Moment so schwer ist, ist ähnlich wie im Frühjahr. Es kommen viele
Sachen auf mich zu, die Zeit rennt mir davon und dazu noch ein paar
unglückliche Umstände und schwupps ist ein bisschen Stress da. Ja,
eigentlich nur ein bisschen aber je länger ich darüber nachdenke, desto
mehr fange ich an zu zweifeln. Und diese Zweifel machen mich ganz mürbe,
auch für Gedanken und Stimmungen, mit denen ich eigentlich gerne
abgeschlossen haben möchte. Ich weiß, dass jeder solche Momente hat,
dass das einfach zum Leben dazu gehört, aber ich glaube, dass ich das
immer noch als sehr viel intensiver erlebe. Dann kommt so vieles wieder
hoch und auch wenn mich jemand nach Feli fragt tut es einfach weh und
beschäftigt mich wieder ne Woche lang. Spätestens wenn ich dann denke,
dass ich mittlerweile doch ziemlich dick geworden bin, finde ich alles
nur noch furchtbar. Und auch wenn ich deswegen sauer auf
mich selber bin, bin ich gleichzeitig traurig und vor allem enttäuscht.
Das Bild, dass ich dann selber von mir habe ist nicht schön und ich
möchte am liebsten verschwinden. Selbst die kleinsten Dinge bringen mich
zum heulen, einfach weil die Grundstimmung im Eimer ist. Was sich dann
in meinem Kopf abspielt ist unheimlich anstrengend, sowohl psychisch als
auch physisch. Ich weiß auch, dass ich da wieder raus komme, das habe
ich im Frühjahr geschafft und auch davor! Und trotzdem, erlebe ich diese
Phasen als furchtbar anstrengend, Kraft und Mut raubend. Mir hat mal
jemand gesagt, dass die "Heilung" nicht 100%tig ist aber man lernen kann
mit den "Krankheiten" umzugehen. Das ist auch etwas, was ich nicht
glauben will, aber wenn ich es täte, wäre es einfacher. Ich glaube, dann
wäre die Enttäuschung nicht so groß.
Und was ich nochmal schreiben möchte, ich weiß, dass es vorüber geht (denk dir jetzt ein kleines Lächeln).
Nun wurd es doch ein bisschen länger...
Liebe Grüße,
Kathie
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